Schwerin

von RC UNDINE

Schweriner Seenlandschaft

Teilnehmer*innen. Andrea, Anke, Bernd, Birgit, Charlotte, Friedrich, Iris, Patricia, Rolf, Stefan, Ulli und Ursula

Am 2. Oktober starteten wir in aller Frühe mit der Bahn Richtung Schwerin, Hauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern, gesprochen: Meeeklenburg, mit einem ganz langen -e, wie uns Martin, unser Gastgeber vom Schweriner Ruderclub, informierte. Auch das typische „Moin“ (nicht: moin, moin), was zu jeder Tages- und Nachtzeit als Begrüßung dient, wird gaaaanz lang gesprochen.

Uns erwartete ein schicker Ruderclub mit einem ganz besonderen Rudergebiet, nicht umsonst trägt Schwerin den Beinamen: Stadt der 7 Seen. Mit einer Tour auf dem Schweriner Innensee, dem Außen- und dem Ziegelsee, verbunden durch Kanäle, begannen wir unseren ersten und, wie sich leider auch zeigen sollte, einzigen Ruderausflug. Über eine Pause auf der Insel Kaninchenwerder erreichten wir das Schweriner Schloss. Im Sonnenlicht glänzten die goldenen Dächer und nach der Schlossumrundung legten wir wieder am Ruderclub an.

Der zweite Tag war uns rudermäßig nicht wohl gesonnen, es regnete, es war kalt und leider blies auch noch ein heftiger Wind, was unserer guten Laune aber keinen Abbruch tat: Martin war zur Stelle und führte uns mit ausführlichen Informationen über Schwerin durch das schöne Städtchen. Auf dem Marktplatz, vor dem Dom, standen wir dann vor dem Denkmal Heinrich des Löwen, dessen Figuren uns irgendwie bekannt vorkamen, lauter nackige Männlein und Weiblein. Und tatsächlich: „unser“ Peter Lenk in Schwerin! Anschließend erkundeten wir die Stadt in Eigenregie, Patricia entdeckte „Ein guter Tag“, eine der schönsten Buchhandlungen Deutschlands, wo wir uns nach und nach alle trafen, Tee tranken und schmökerten. Nach einem leckeren Abendessen in dem zum Ruderclub gehörenden Restaurant ging es dann ein Stockwerk höher in unsere Zimmer.

Leider hielt das schlechte Wetter an, daher sind wir am nächsten Tag wegen des weiterhin starken Windes nach Wismar aufgebrochen. In der Hansestadt verbrachten wir eine schöne Zeit an der Ostsee bzw. der Wismarer Bucht. Etwas Kultur, kulinarische Spezialitäten und eine kleine Shopping-Tour beglückten uns an unserem letzten Tag. Ein heißer Tipp: zum Fischessen empfehlen wir die „Seeperle“ im Wismarer Hafen!

Unser Fazit: Nein, der Oktober war nicht golden, aber immerhin glänzte das Schloss, wenn es nicht gerade regnete, gülden in der Abendsonne und wir konnten viele schöne Fotos machen. Wegen des schlechten Wetters waren wir auch eher bunt als undineblau unterwegs. Laut Wikipedia wirkt die Nähe zur Ostsee im Herbst wärmend, davon war leider nicht viel zu spüren, von den durchschnittlich 9 Regentagen im Oktober hatten wir gefühlt 4! Das konnte uns aber nicht verdrießen, das kulturelle Alternativprogramm war abwechslungsreich und das Angebot an Schuhen und Outdoorartikeln in Schwerin und Wismar war nicht schlecht. Die restlichen Seen werden wir bei einem anderen Besuch errudern, denn das Rudergebiet ist fast so schön wie der Bodensee!

Martin vom Schweriner Ruderclub hat uns hervorragend betreut (!) und im nächsten Jahr möchte er uns zum 100jährigen einen Gegenbesuch abstatten.

Andrea, Birgit, Charlotte, Stefan

 

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